Chefin der deutschen Autoindustrie fordert engere Zusammenarbeit und gegenseitiges Lernen zwischen China und Deutschland

Hildegard Müller, Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), hat zu einer tieferen Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland aufgerufen. Sie warnte davor, dass traditionelle europäische Automobilhersteller einen tiefgreifenden Branchenwandel bewältigen müssen, bei dem chinesische Hersteller die Führung übernommen hätten und dass die Zusammenarbeit der einzige Weg zum Erfolg sei.

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Ihre Äußerungen machte Müller im Anschluss an die Weltkonferenz für intelligente vernetzte Fahrzeuge 2026 (WICV), die vergangene Woche in Beijing zu Ende ging. Bei der Konferenz kamen Vertreter aus Politik und Wirtschaft beider Länder zusammen, um über die technologische Zusammenarbeit, die Harmonisierung von Standards und den Marktzugang zu beraten.

Angesichts der zunehmenden Bedeutung von Elektrifizierung, Digitalisierung und künstlicher Intelligenz (KI) steht die globale Automobilindustrie vor einem tiefgreifenden Umbruch. Für China und Deutschland stellt sich daher zunehmend die Frage, wie sie ihre jeweiligen Stärken nutzen können, um die Zusammenarbeit auszubauen.

Müller zufolge verfügen beide Länder über unterschiedliche, sich ergänzende Erfahrungen, die für den Wandel der Branche von Vorteil sein könnten. Deutschland könne dabei auf seine langjährige Tradition im Automobilbau und seine Innovationskraft zurückgreifen.

„Was wichtig ist, und ich finde das für beide Seiten interessant, ist, die Stärken zusammenzubringen, die wir haben. China verfügt über enorme Geschwindigkeit und Expertise bei der Nutzung datenbasierter Geschäftsmodelle und in anderen Bereichen, und wir bringen natürlich unsere Erfahrung in den Bereichen Sicherheit, Effizienz und dergleichen ein. Die Zukunft könnte also für beide Seiten interessant sein, wenn wir, während wir miteinander konkurrieren, weiterhin voneinander lernen“, sagte Müller.

Sie betonte, dass der tiefgreifende und rasante Wandel der weltweiten Automobilindustrie einen kontinuierlichen Austausch zwischen den Herstellern erforderlich mache. Am erfolgversprechendsten sei es, die jeweiligen Stärken zu bündeln und voneinander zu lernen.

„Jeder ist gefordert, sich ständig selbst zu hinterfragen, in Innovationen zu investieren und neue Modelle und Konzepte schnell umzusetzen. Geschwindigkeit war schon in der Vergangenheit ein entscheidender Faktor, und ich bin überzeugt, dass wir die Herausforderungen auch künftig gemeinsam bewältigen können“, so Müller.

Quelle: CRI