Internationale Studenten an der Peking-Universität: Chinesischlernen eröffnet neue Möglichkeiten

Internationale Studenten an der School of Chinese as a Second Language der Peking-Universität sind der Ansicht, dass das Erlernen der chinesischen Sprache dazu beiträgt, den eigenen Horizont zu erweitern und neue Möglichkeiten zu eröffnen. Zugleich könne die Sprache dazu beitragen, die Beziehungen zwischen China und ihren Heimatländern zu stärken.

Abdelquoddousse Kailil aus Marokko sagte, sein Interesse an der chinesischen Sprache sei durch seinen Vater geweckt worden, der als Erster in seiner Familie Chinesisch gelernt habe.

„Mein Vater war der Erste in meiner Familie, der Chinesisch lernte. Ich fand es sehr interessant, ihn Chinesisch sprechen zu hören. Die Sprache unterscheidet sich stark von anderen Sprachen, möglicherweise aufgrund ihrer Töne und ihres phonetischen Systems. Auch die chinesischen Schriftzeichen sind ein charakteristisches Merkmal der Sprache. Damals war ich noch in der Oberschule und begann mich zu fragen, ob ich nach meinem Schulabschluss meinen Bachelor in China machen sollte. Deshalb meldete ich mich für Chinesischkurse an einem Konfuzius-Institut in Marokko an“, sagte Kailil, ein Masterstudent in Internationaler Chinesischer Bildung an der School of Chinese as a Second Language der Peking-Universität

Ismail Elnaggari aus Ägypten erinnerte sich, dass Chinesisch vor etwa zehn Jahren, als er mit dem Lernen begann, noch deutlich weniger verbreitet gewesen sei. Er habe damals geglaubt, dass ihm die Beherrschung der Sprache bei der späteren Jobsuche einen Vorteil verschaffen würde.

„Ich begann 2015, Chinesisch zu lernen. Damals waren westliche Sprachen wie Englisch bereits weit verbreitet, während nur wenige Menschen asiatische Sprachen wie Chinesisch, Japanisch oder Koreanisch beherrschten. Deshalb entschied ich mich während meines Bachelorstudiums für eine Sprache, die für mich eine große Herausforderung darstellen würde. Mein Gedanke war damals: Je schwieriger eine Sprache ist, desto weniger Menschen werden sie lernen. Das bedeutet, dass ihre Beherrschung mehr Möglichkeiten eröffnet“, sagte Elnaggari, Doktorand an der School of Chinese as a Second Language der Peking-Universität.

Er fügte hinzu, dass auch die engen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen China und Ägypten ein wichtiger Grund für seine Entscheidung gewesen seien.

„Ich hatte ein gewisses Verständnis für die chinesische Wirtschaft und ihre Handelsbeziehungen mit Ägypten, und viele Menschen in meinem Umfeld waren im Handel tätig. Deshalb dachte ich, dass ich mit Chinesischkenntnissen später im Handelsbereich arbeiten könnte. Im dritten Jahr meines Studiums erhielt ich ein Stipendium und kam erstmals als Austauschstudent an die Peking-Universität nach China. Dabei stellte ich fest, dass China ein wunderschönes Land ist“, sagte Elnaggari.

Zhao Yang, Dekan der School of Chinese as a Second Language, sagte, dass sich immer mehr internationale Studenten für Chinesisch als Zweitsprache entschieden, da China seine Beziehungen zur Welt weiter vertiefe und das Erlernen der Sprache dazu beitrage, den eigenen Horizont zu erweitern.

„Es gibt zwei Hauptmotive, eine Sprache zu lernen – aus praktischen Gründen oder aus Freude am Lernen. Für internationale Studenten ist der praktische Nutzen die stärkste Motivation. Wenn man Beziehungen zu China aufbaut, kann sich das eigene Leben verändern – und zwar zum Besseren. Das ist der wichtigste Grund“, sagte Zhao.

Quelle: CRI