„Paradiesisches Land des Himmelreichs“: Botschafter-Gattin Shi Ling wohnt Ausstellungseröffnung zu hanzeitlicher Bildkunst bei

Am 15. Juli fand im Chinesischen Kulturzentrum Berlin die feierliche Eröffnung der Ausstellung „Paradiesisches Land des Himmelreichs – Ausstellung zur Bildkunst der Han-Zeit in Sichuan“ statt, organisiert vom Chinesischen Kulturzentrum in Zusammenarbeit mit dem Sichuan-Museum. Mehr als 150 geladene Gäste aus der deutschen Kultur- und Museumsszene wohnten der Veranstaltung bei.

Beim Eröffnungsfestakt richtete sich Shi Ling, die Gattin des chinesischen Botschafters in Deutschland, mit einem Grußwort an die Gäste. Kulturelles Erbe führe stets die historischen Erinnerungen der Menschheit fort, betonte sie, und helfe, die geistigen Wurzeln zu bewahren. Sie hoffe, dass die aktuelle Ausstellung dem deutschen Publikum einen tiefergehenden Zugang zur chinesischen Kultur ermögliche. Kultur habe schließlich das Potenzial, als eine Brücke zu fungieren, die Menschen verschiedener Länder einander näherbringe, so Shi. Neben der Botschafter-Gattin sprachen Xiang Heping als Vertreter des Sichuan-Museums sowie He Wenbo, Vizedirektor des Chinesischen Kulturzentrums in Berlin, auch Grußworte.

Die originalgetreuen Abreibungen und Repliken alter Bildziegel und Steintafeln, die in der Ausstellung zu sehen sind, vermitteln ein umfassendes Bild vom bäuerlichen Leben, dem städtischen Alltag und den Volksbräuchen der Han-Dynastie. Umrahmt wurde die Eröffnungsfeier von chinesischen Musikaufführungen sowie einem spannenden Fachvortrag. Daneben konnten die Gäste in traditionelle Han-Gewänder schlüpfen und lokale Spezialitäten aus Sichuan verkosten. Das Interesse an dem Event war groß, die Stimmung ausgelassen. Prof. Dr. Juliane Noth, Professorin für Ostasiatische Kunstgeschichte und geschäftsführende Direktorin des Kunsthistorischen Instituts der Freien Universität Berlin, sowie andere anwesende Fachleute zollten der Ausstellung großes Lob.