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„Erinnerung an die Geschichte, Verantwortung für die Gegenwart“ – Botschaftssymposium zu den chinesisch-deutschen Beziehungen
2025-12-16 18:00

Am 12. Dezember lud die chinesische Botschaft in Berlin Experten und Wissenschaftler zu einem Symposium zum Thema „Chinesisch-deutsche Beziehungen: Erinnerung an die Geschichte, Verantwortung für die Gegenwart“ ein. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „mehr Miteinander, mehr gemeinsam gestalten, mehr Chancen teilen“.Dabei hielt Botschafter Deng Hongbo die Grundsatzrede. Zu den weiteren Rednern zählten Thomas Rabe, der Enkel von John Rabe, auch bekannt als „Der gute Deutsche von Nanjing“, Joe Kaeser, der Aufsichtsratsvorsitzende von Siemens Energy, die renommierte Sinologin Ulrike Unschuld sowie der Experte für internationale Politik Eberhard Sandschneider. Insgesamt nahmen rund 40 Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Bereiche aus Deutschland an dem Austauschformat teil.

Botschafter Deng Hongbo blickte in seiner Rede auf die Geschichte der freundschaftlichen Kontakte sowie den Entwicklungsprozess des bilateralen Verhältnisses seit Aufnahme der diplomatischen Beziehungen vor 53 Jahrenzurück. Er betonte, dass gegenseitige Unterstützung das historische Gedächtnis der chinesisch-deutschen Beziehungen präge, gegenseitiger Nutzen und Win-Win-Kooperation deren Wesenskern bildeten, friedliche Entwicklung die von beiden Seiten geteilte Wertorientierung darstelle und gegenseitiger Respekt die grundlegende Umgangsform im bilateralen Miteinander sei. China und Deutschland sollten diese wertvollen Erfahrungen bewahren und weitertragen, an der Partnerschaftsorientierung und einer sachgerechten gegenseitigen Wahrnehmung festhalten, das gegenseitige Vertrauen durch Zusammenarbeit vertiefen und im gemeinsamen Entwicklungsprozess neue Chancen erschließen, um gemeinsam ein neues Kapitel der Freundschaft zwischen beiden Ländern aufzuschlagen.

Unter Bezugnahme auf Geschichte, Fakten und Völkerrecht ging der Botschafter zudem ausführlich auf Chinas Grundsatzposition in der Taiwan-Frage ein. Er wies auf die gravierenden Gefahren falscher Äußerungen japanischer amtierender Führungspersönlichkeit zu Taiwan hin und unterstrich, dass Japan – anders als Deutschland – auch 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs seine Aggressionsgeschichte noch nicht umfassend aufgearbeitet habe. Man erhoffe sich von der deutschen Seite, die legitime Position Chinas vollständig zu verstehen und zu unterstützen, konsequent am Ein-China-Prinzip festzuhalten, sich jeglichem Geschichtsrevisionismus entschieden zu widersetzen und gemeinsam internationale Fairness und Gerechtigkeit sowie die Nachkriegsordnung zu wahren.

Die deutschen Gäste schilderten eindrucksvoll bewegende Geschichten gegenseitiger Unterstützung zwischen China und Deutschland, darunter den mutigen Einsatz John Rabes, der während des Zweiten Weltkriegs chinesischen Zivilisten Schutz gewährte, sowie die Aufnahme jüdischer Flüchtlinge in Shanghai. Diese Geschichte, so betonten sie, verdiene es, von den Bevölkerungen beider Länder in Erinnerung behalten zu werden. China und Deutschland sollten die überlieferte Freundschaft fortführen, den Austausch und das gegenseitige Lernen intensivieren, die Win-Win-Kooperation vertiefen und so gemeinsam Entwicklung fördern und Frieden gestalten.

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