Botschafter Deng Hongbo empfängt Teilnehmende des Führungskräfteseminars der Bundesakademie für Sicherheitspolitik

Am 10. Oktober ist Botschafter Deng Hongbo in der chinesischen Botschaft mit der Delegation des diesjährigen Führungskräfteseminars der Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS) zu einem Gespräch und Austausch zusammengekommen. Mit dabei waren fast 30 Teilnehmende aus verschiedenen Bereichen der deutschen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien.

In seiner Keynote sprach Botschafter Deng über Chinas Außenpolitik sowie die chinesisch-deutschen und chinesisch-europäischen Beziehungen. Er beleuchtete den aktuellen Stand der chinesischen Reform- und Öffnungspolitik im Lichte des Geistes der dritten Plenarsitzung des 20. Zentralkomitees. Gleichzeitig regte Deng eine Stärkung der chinesisch-deutschen Verständigung, des gegenseitigen Vertrauens und der pragmatischen Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern an.

Deng ging in seiner Rede auch auf das Konzept der Menschheit mit gemeinsamer Zukunft ein. Dieses entspreche klar dem Zeitgeist. Längst sei diese Initiative Chinas zu einem internationalen Konsens gereift. Aus einer schönen Vision sei so gelebte Realität geworden. Mit der Globalen Entwicklungsinitiative, der Globalen Sicherheitsinitiative und der Globalen Zivilisationsinitiative habe China drei wichtige Programme auf den Weg gebracht, im Rahmen derer man sich für friedliche Koexistenz, Offenheit und Inklusivität einsetze und auf Harmonie trotz Unterschieden poche. China halte sich an das Konzept der Nachbarschaftsdiplomatie, das auf Freundschaft, Aufrichtigkeit, gegenseitigem Nutzen und Einbindung beruhe. Man mache sich für die Entwicklung gutnachbarschaftlicher Beziehungen zu den umliegenden Ländern stark, so Deng. Dazu zählten natürlich auch alle Staaten Südostasiens.

Deng betonte außerdem, dass die KP Chinas auf ihrer dritten Plenarsitzung des 20. Zentralkomitees einen umfassenden strategischen Plan zur weiteren Reformvertiefung und zur Förderung der Chinesischen Modernisierung beschlossen habe. China sei bereit, seine Entwicklungsmöglichkeiten mit allen Ländern zu teilen und das Konzept der Menschheit mit gemeinsamer Zukunft umzusetzen. Die richtige Positionierung der chinesisch-europäischen und chinesisch-deutschen Beziehungen sei es, sich klar als Partner zu verstehen. Grundtenor sollte die Zusammenarbeit bleiben, Leitwert die Unabhängigkeit und als Entwicklungsperspektive sollte man ein klares Win-Win anvisieren. China sei gewillt, mit Deutschland an einem Strang zu ziehen, um die Vertiefung der beidseitig vorteilhaften Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland sowie China und Europa in allen Feldern voranzubringen.

Deng beantwortete außerdem die Fragen der Teilnehmenden, unter anderem zur wirtschaftlichen Entwicklung Chinas, zur gemeinsamen Umsetzung der Seidenstraßeninitiative, zur Globalen Zivilisationsinitiative und zur Ukraine-Krise. Vertreter der deutschen Seite erklärten, die Veranstaltung habe dazu beigetragen, den Seminarteilnehmenden ein besseres Verständnis für die Entwicklung und die friedliche Außenpolitik Chinas zu ermöglichen. Man freue sich auf eine weitere Vertiefung der pragmatischen Zusammenarbeit beider Länder und wolle gemeinsam einen positiven Beitrag zu Frieden und Wohlstand in der Welt leisten.